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1. Warum benötigen Unternehmen neue IT-Konzepte?

Anpassungsfähigkeit entscheidet über Unternehmenserfolg

Informationstechnologie nimmt im privaten wie beruflichen Umfeld der Menschen einen immer größeren Raum ein. Aufgrund einer zunehmenden Vernetzung von Menschen, Informationen und Geräten müssen IT-Infrastrukturen immer komplexere Aufgaben bewältigen. Im Zuge dieser Entwicklung wandeln sich IT-Architekturen in rasanter Geschwindigkeit.

Die Rolle der IT hat sich vom Kostenfaktor zur Triebkraft für Wettbewerbsvorteile und neue Einnahmequellen entwickelt. In den kommenden Jahren wird das aufkommende Datenvolumen exponentiell wachsen. Datacenter müssen in der Lage sein, diese riesigen Datenmengen in Echtzeit zu verarbeiten und daraus Informationen zu aggregieren. Vor allem die Wertschöpfung durch Analysen von bestehenden wie auch neuen Datenquellen wie Sensoren und Maschinendaten ist entscheidend, um innovative Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen sowie Prozesse zu optimieren.

Der Einstieg in Software Defined Datacenter ist nach Einschätzung von Marktbeobachtern der Gartner Group eine entscheidende Voraussetzung, um sich in einer zunehmend digitalisierten Geschäftswelt zu behaupten. Unternehmen schaffen damit optimale Voraussetzungen für die Digitalisierung – mit Themen wie dynamische Cloud-Services, Big Data, Internet of Things und Business Analytics.

Das Software Defined Datacenter ist entscheidend für die langfristige Entwicklung des agilen Rechenzentrums.

Dave Russel, Vice President, Gartner Research
2. Welche Fähigkeiten zeichnet ein Software Defined Datacenter (SDDC) aus?

Starre IT-Erweiterungskonzepte stoßen an Grenzen

Neue Einsatzbereiche wie das Internet of Things, umfangreiche Datenanalysen, der zunehmende Rückgriff auf Cloud-Services oder die steigende Nutzung mobiler Endgeräte verlangt von Rechenzentren größere Anforderungen auf technologischer und betrieblicher Ebene. Kundenorientierte Geschäftsprozesse erfolgen immer häufiger online und in Echtzeit. Ziel einer zukunftsfähigen Architektur muss die minutenschnelle Bereitstellung skalierbarer und agiler Ressourcen für cloud- und webbasierte Services sein.

Software Defined Datacenter beschreibt ein solches Konzept für den Aufbau und automatisierten Betrieb offener und elastischer IT-Infrastrukturumgebungen. In diesen können virtualisierte Aufgabenpakete mittels Software-Steuerung automatisiert und unabhängig von der darunterliegenden Server-, Storage- oder Netzwerk-Infrastruktur konfiguriert, bezogen, migriert, skaliert und repliziert werden.

Geschäftsprozesse erfolgen immer häufiger online und in Echtzeit
3. Welche Vorteile bieten elastische IT-Umgebungen?

Offen für Veränderung

Ein SDDC bietet eine Reihe von Vorteilen: Dazu zählen neben der zentralen Administration der Ressourcen vor allem weniger und besser ausgelastete physikalische Server bei gleicher Leistung. Das bedeutet weniger Platzbedarf im Rechenzentrum, ein niedrigerer Energieverbrauch und ein geringerer Administrationsaufwand.

Der Trend zur Virtualisierung erfasst nach der Computerebene auch die Netzwerk- und Storage-Umgebung aus. Die Grenzen von Rechenzentren verlieren zunehmend an Bedeutung - logische Rechenzentren entstehen. Diese können auch öffentliche Cloud Services einbinden. Software Defined Datacenter versetzen Unternehmen in die Lage, mittels Entkopplung von Hardware und Software und durch umfangreiche Automatisierungsmechanismen IT-Services effizienter, schneller und agiler bereitzustellen.

Experten betrachten Software Defined Datacenter als optimale Lösung zur Umsetzung von Cloud-Computing. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, die operativen Kosten zu senken und den IT-Betrieb effizienter zu gestalten.

4. Welche Herausforderungen sind mit dem Aufbau verbunden?

Mut zum Paradigmenwechsel

Bisher wurden Rechenzentren vorwiegend mit Blick auf die IT-Infrastrukturebenen Server, Netzwerk und Speicher aufgebaut. Dieses Modell hat sich bewährt und bietet den Vorteil, dass es sich gut auf unterschiedliche Auslastungen und Prozesse anpassen lässt. Allerdings ist der Administrationsaufwand hoch.

Die konsequente Umsetzung von Software Defined Datacenter-Konzepten erfordert nicht nur die Bereitschaft, sich von jahrelang praktizierten IT-Paradigmen zu verabschieden. Dem Einstieg sollte immer eine detaillierte Planung vorausgehen: „Man kann nicht einfach eine passende SDDC-Lösung bei irgendeinem Anbieter von der Stange kaufen", erklärt Gartner-Experte Russell.

Die Unternehmensverantwortlichen müssen zunächst darüber klar werden, welches exakte Ziel mit dem Einsatz erreicht werden soll. Erst im zweiten Schritt geht es darum, die verschiedenen Komponenten des SDDC, die nicht selten von unterschiedlichen Herstellern kommen, zu einer sinnvollen Gesamtlösung zusammenzuführen. 

Auch die derzeit eher schmalen IT-Budgets und die vergleichsweise hohe Komplexität der Thematik stellen Herausforderungen dar. Eine Option, um angesichts limitierter IT-Budgets Kapital für Investitionen in Innovationen zu erhalten, sehen Experten beispielsweise in einem optimierten Sourcing-, Vendor- oder Integrationsmanagement. Cloud Service-Anbietern oder Systemhäusern bieten sich in diesem Umfeld vielfältige Optionen, Unternehmen direkt oder indirekt bei der Implementierung von Software Defined Datacenter-Konzepten zu unterstützen.

5. Wie sieht die Zukunft der Speichersysteme aus?

Besser transformieren als resignieren

Mobile und Cloud-Technologien, Big Data und Social Communications sind die Basis für innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Unternehmen sind gefordert, interne Abläufe und bestehende Wertschöpfungsketten kontinuierlich zu hinterfragen und gegebenenfalls neu zu klassifizieren. CIOs stehen in einem Spannungsfeld zwischen den Businessanforderungen, der Notwendigkeit, bestehende Anwendungen zu transformieren, das ungebrochene Datenwachstum zu bewältigen und im Datacenter neue Liefermodelle von IT-Dienstleistungen zu gestalten. Gleichzeitig nehmen Fachkräftemangel und Dokumentationspflichten zu. Dies macht Konzepte erforderlich, die einen stabilen, qualitätsgesicherten und dokumentierten IT-Betrieb ohne Personalabbau sicherstellen. 

Die Erarbeitung einer klar definierten Digitalisierungsstrategie ist unverzichtbar. Nach wie vor werden etwa zwei Drittel der IT-Budgets dafür ausgegeben, bestehende IT-Infrastrukturen zu verwalten. Lediglich ein Drittel des IT-Budgets der Unternehmen fließen derzeit in den Ausbau sogenannter „Next-Generation-Infrastrukturen", also flexibler und agiler IT-Landschaften. „Im Verhältnis zu den vergangenen Jahren ist das eine Steigerung um etwa zehn Prozentpunkte. Dies ist ein Indikator dafür, dass viele Unternehmen die Notwendigkeit erkannt haben, mehr in ihre IT-Infrastrukturen zu investieren, um diese fit für das digitale Zeitalter zu machen", resümiert Rene Büst, Analyst bei Crisp Research.


Daten sind das neue Erdöl. Unternehmen und Institutionen verfügen über gewaltige Datenmengen. Die Herausforderung liegt darin, maß­geb­liche Erkenntnisse aus diesen Daten zu gewinnen, um In­no­va­tio­nen zu beflügeln und eine starke Wettbewerbsstellung auf­zu­bau­en

Quelle: IBM