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1. Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Künstliche Intelligenz“?

Im Alltag angekommen

Noch vor einigen Jahren wurde Artifical Intelligence (Künstliche Intelligenz) vor allem als Spielzeug von Computer-Nerds betrachtet. Doch bereits heute hat die Technologie Einzug in unseren Alltag gehalten, wenn man an digitale Assistenten wie Amazons Alexa oder Siri von Apple denkt.

Hinter diesen Lösungen stehen internetbasierte Datenbanken, mit denen die digitalen Helfer ihren Wissensstand selbstständig erweitern können. 1956 zum ersten Mal als Begriff in einem Fördermittelantrag aufgetaucht, haben es Artificial Intelligence-Anwendungen aus den Bereichen „Künstliche Intelligenz“, „Kognitives Computing“ (Cognitive Computing) und „Maschinelles Lernen“ (Machine Learning / Deep Learning) auf die Agenda vieler Unternehmen geschafft.


2. Welche Rolle spielen kognitive Technologien in Zukunft?

Künstliche Intelligenz für Industrie, Verkehr und Medizin

Als Vorbild für die fantastischen Möglichkeiten künftiger Computergenerationen gilt das System Watson von IBM: Das kognitive System kann Daten in bislang unvorstellbarer Geschwindigkeit verarbeiten und interpretieren – von Sensoren über Fotos, Audio- oder Videoaufnahmen bis hin zu handschriftlichen Aufzeichnungen oder Sprachnotizen.

Besonders für das Gesundheitswesen sind die kognitiven Fähigkeiten ein Quantensprung: Alle fünf Jahre verdoppelt sich das medizinische Datenwissen. Ein Großteil der Informationen liegt jedoch unstrukturiert vor – und häufig auch nur in natürlicher Sprache. Kein Problem für ein System wie Watson: Der Supercomputer kann Forschungsergebnisse, Behandlungsrichtlinien, Krankenakten, Notizen von Ärzten und Artikel in Fachzeitschriften auswerten, um präzise Diagnosen zu erstellen. Für einen Vergleich von 20 Millionen klinischen Studien benötigt Watson beispielsweise gerade mal zehn Minuten.

Doch Watson erobert noch weitere Branchen: Die japanische Versicherung Fukoku Mutual hat dem System bereits die Arbeit von 30 Sachbearbeitern übertragen, während die französische Staatsbahn mit Watson hunderttausende Sensoren entlang ihres 300.000 Kilometer langen Schienennetzes überwachen will.

In der Produktion können KI-Systeme als intelligenter Assistent am Arbeitsplatz, bei der Steuerung von Maschinen, im Rahmen einer vorausschauenden Wartung oder bei der Qualitätssicherung eingesetzt werden. Hier zahlt sich aus, dass die selbstlernenden Systeme mögliche Fehler höchstens einmal machen. Für den Handel ist die Einbindung von Chatbots als virtuelle Kundendienstmitarbeiter im Web vielversprechend. 

Was bringt der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unternehmen?
3. Was bringt der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unternehmen?

Prozessgeschwindig­keit, Flexibilität und Kosten­vorteile

Im Grundsatz geht es nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern ihre Fähigkeiten zu erweitern. Kognitive Systeme erzeugen Hypothesen, bewerten sie und lernen mit der Zeit auf Basis der gewonnenen Erfahrungen. So arbeiten führende Finanzdienstleister daran, automatisierte Tools zur Anlageberatung auf Basis kognitiver Technologien bereitzustellen und klassische Finanztransaktionen zu automatisieren. Und in der Industrie herrscht bereits große Nachfrage nach intelligenten Predictive Maintenance-Lösungen, die bei Maschinen frühzeitig mögliche Störungen erkennen.

4. Welche Herausforderungen sind noch zu lösen?

Wo Künstliche Intelligenz angreifbar wird

Die KI-Forschung hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Lernende Maschinen können in kurzer Zeit Millionen von Fotos, Grafiken oder Textseiten im Internet durchsuchen, um ihr Wissen zu erweitern. Soll dieses Wissen weitergegeben, gibt es bei der sprachlichen Interaktion mit dem Menschen noch Defizite – besonders bei komplexeren Sachverhalten. Dies lässt sich im Alltag an den Sprachassistenten von Amazon, Google & Co. erkennen.

Noch ungeklärt sind zudem wichtige ethische und juristische Fragen: Was geschieht mit den gesammelten Nutzerdaten? Wer haftet für Schäden, die durch Roboter oder andere Künstliche Intelligenzen entstehen, und wie bringt man ihnen ethische Standards bei? Antworten auf diese wichtigen Fragen müssen in naher Zukunft die Wissenschaft und die Politik finden.

5. Was erwartet uns in der Zukunft?

Epochale Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft

Die Künstliche Intelligenz ist zweifellos ein Meilenstein. Es ist kaum ein Bereich vorstellbar, der nicht von KI-Entwicklungen profitieren wird. Nach einer Repräsentativstudie der renommierten kalifornischen Standford University („Artificial Intelligence and Life in 2030“) wird das Verkehrswesen der erste große Bereich sein, bei dem die Menschen KI-Systemen vertrauen werden – Stichwort: automatisiertes Fahren.  

Auch für die Dienstleistungsbranche erwarten die Autoren einen revolutionären Wandel: So sollen in weniger als 15 Jahren Roboter und Drohnen Pakete ausliefern oder wichtige Gebäude bewachen. In der Medizin werden intelligente Algorithmen die Einführung neuer Therapien beschleunigen. 

Unternehmen müssen sich dem digitalen Wandel stellen und ihre Geschäftsmodelle anpassen, wenn sie mit den sich rasch verändernden Anforderungen Schritt halten wollen. Um neue Businesschancen wahrnehmen zu können, ist die Einbindung intelligenter Technologien in zahlreiche Prozesse unverzichtbar.

Im Jahr 2025 wird ein Großteil aller Daten nicht mehr von Pri­vat­nut­zern generiert, sondern von Unternehmen im Internet of Things. Drei Viertel der Weltbevölkerung werden bis dahin mit dem Internet ver­bun­den sein und pro Tag durchschnittlich 4800 Mal mit vernetzten Ob­jek­ten interagieren.

Studie „Data Age 2025“ von Seagate und IDC, 2017