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1. Wie funktioniert Cloud Computing?

Lieferdienst für IT-Ressourcen

Die Ge­schwin­dig­keit, mit der tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen un­se­re Le­bens­ge­wohn­hei­ten teil­wei­se von Grund auf ver­än­dern, nimmt zu. Das gilt heu­te mehr denn je auch für das Ge­schäfts­le­ben. Kun­den er­war­ten, dass al­les on­line und so­fort über mo­bi­le Apps ver­füg­bar ist, um sämt­li­che Auf­ga­ben je­der­zeit an je­dem Ort er­le­di­gen zu kön­nen. Der Ein­satz neu­er In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en er­öff­net Un­ter­neh­men neue Ge­schäfts­mo­del­le.

Ne­ben Schnelligkeit und Kosten­effizi­enz ist Agilität, sprich die Fähigkeit ei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on, flexibel und aktiv in Zei­ten des Wandels zu agie­ren, zum unverzichtba­ren Fak­tor für den Un­ternehmens­erfolg gewor­den. Kaum ein tech­no­logi­scher Terminus ist mit Agilität so eng ver­bun­den wie Cloud Computing: Dahin­ter ver­birgt sich der in­ter­net­ba­sier­te Bezug von IT-Infra­struktur oder IT-Leis­tun­gen als Dienst­leis­tung, zum Bei­spiel Spei­cherplatz, Re­chenleis­tung oder Anwendungs­soft­ware.

Die Cloud bietet Un­ternehmen direk­ten Zugang zu Anwendun­gen, die sich be­liebig skalie­ren las­sen, mobil verfügbar sind – und im­mer auf dem neues­ten Ent­wicklungs­stand. Die "Wolke" als Platt­form für den zeit- und orts­un­abhängigen, bedarfsge­rech­ten Erwerb von IT-Ressourcen ermöglicht Un­ternehmen Pro­jekte umzuset­zen, die sich in der Vergan­genheit auf­grund ih­rer Komplexität, ih­rer Kos­ten oder potenti­el­ler Risiken nicht realisie­ren ließen. Klei­ne Un­ternehmen können sich IT-Kapazitä­ten leis­ten, die bisher Großun­ternehmen vorbe­hal­ten wa­ren und Mit­telständler oder Start-ups in Märkte vor­drin­gen, die ihnen sonst mangels Ressourcen verschlos­sen blei­ben wür­den.

Das Angebot an Cloud Services reicht von der Nutzung tra­ditionel­ler Büro­soft­ware zum mo­natli­chen Pausch­al­preis über komplett aus­gela­ger­te Wa­ren­wirt­schafts- und Con­tent- Management-Systeme bis hin zur Be­reit­stellung be­liebig großer Spei­cher­res­sourc­en oder der automatisier­ten Durch­führung von Daten­si­cherungs­services.


2. Welche Rolle spielt Cloud Computing bei der digitalen Transformation?

Neue Sichtweisen auf alte Heraus­forder­ungen

„Cloud Computing ist eine Basistechnologie für die digitale Transformation. Die Technologie schafft enorme Effizienzgewinne und sie ist in der digitalen Wirtschaft sehr häufig die Basis neuer Geschäftsmodelle", sagte Dr. Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research. Die gezielte Nutzung von Public Cloud-Anwendungen wie Büro-Software, Groupware, Collaboration-Tools oder branchenspezifischen Anwendungen kann den Unternehmen handfeste Vorteile bieten. "Im besten Falle bekommen sie optimierte IT-Leistungen zu geringeren Kosten", so Pols.

Doch bei der Digitalisierung geht es nicht nur um Kostensenkungen, sondern in zunehmendem Maße um Ziele wie Wachstum, Innovation, Time-to-Market oder Kundenbindung. Cloud Computing entlastet die interne IT-Abteilung, die in der Vergangenheit hauptsächlich mit der Aufrechterhaltung des Betriebs bestehender IT-Systeme beschäftigt war. Auf diese Weise erhöht die Cloud-Nutzung die Innovationsfähigkeit und Agilität von Unternehmen, senkt das Kostenrisiko und schafft freie Ressourcen für anstehende Digitalisierungsprojekte.

Cloud Computing entlastet die interne IT-Abteilung

Jedes Unternehmen ist ein Software-Unternehmen. Sie müssen anfangen, wie ein digitales Unternehmen zu denken und zu handeln. Es geht nicht mehr nur um die Beschaffung und Bereitstellung einer Lösung. Es geht darum, an Ihre eigene Zukunft als digitales Unternehmen zu denken.

Satya Nadella; CEO, Microsoft
3. Welche Kriterien gilt es beim Umstieg auf Cloud Computing zu beachten?

Gut gerüstet Neuland betreten

Nach Beobachtungen der Analysten der International Data Corporation (IDC) befinden sich die Unternehmen inmitten eines Umbruchprozesses hin zu Cloud Computing als dominierendes Nutzungsmodell für IT-Ressourcen. IT-Abteilungen müssen jetzt zum Enabler der Technologie werden, indem sie Cloud-Architekturen planen, Cloud-Technologie einführen und Cloud-Services integrieren. Der Umstieg auf Cloud Computing verlangt eine strukturierte Vorgehensweise, die neben einer technischen Sicht auch Prozesse und weitere organisatorische Aspekte berücksichtigt. So ändern sich beispielsweise die fachlichen Anforderungen an IT-Mitarbeiter erheblich.

Wichtig ist für Un­ternehmen zu erkennen, dass es bei der digi­ta­len Trans­formati­on nicht nur um die Erneuerung der IT, sondern um ei­ne komplette Neu­ord­nung der Ge­schäftsprozesse und Ge­schäftsmodel­le geht. Bei der Ent­wicklung ent­spre­chen­der Ge­samtkon­zepte soll­ten Un­ternehmen die Einbeziehung externer Be­ra­ter in Erwägung zie­hen, da der Blick ei­nes Außen­s­tehen­den häufig neue Perspektiven sichtbar macht.


4. Wie sicher sind Cloud Services?

Vertrauen ist gut, Verschlüsselung besser

Cloud-Systeme ermöglichen einen einfachen Austausch bzw. eine Synchronisation von Daten. Werden die verwendeten Softwarelösungen nicht regelmäßig auf den neuesten technischen Stand gebracht, können kritische Sicherheitslücken entstehen. Angreifer können diese Schwachstellen ausnutzen, um unberechtigt auf die in der Cloud gespeicherten Daten zuzugreifen. Dabei können sensible Informationen wie Kundendaten, Unternehmensdaten oder persönliche Dokumente ausgespäht und diese für kriminelle Zwecke genutzt werden. Weitere Schwachstellen ermöglichen Angreifern die Ausführung beliebiger Programmcodes auf dem Cloud-Server. Dies kann zu einer vollständigen Kompromittierung des Systems führen. Daher sollte man die ausgelagerten Daten unter Vertraulichkeitskriterien klassifizieren und mittels moderner Algorithmen verschlüsseln.  

"Viele Provider haben massiv in die Sicherheit investiert und Rechenzentren in Europa und speziell in Deutschland aufgebaut", berichtet Peter Heidkamp, Partner und Head of Technology bei KPMG. Damit sei gewährleistet, dass Daten im Rechtsgebiet der Europäischen Union bleiben.

Hat sich ein Unternehmen für den Cloud-Einsatz entschieden, so ist neben der Datensicherheit die ständige Verfügbarkeit der genutzten Dienste essenziell. Sich von der Qualität des Cloud-Rechenzentrums zu überzeugen, ist deshalb unverzichtbar. Eine Zertifizierung nach ISO 27001 ist ein anerkanntes Qualitätsmerkmal.

Cloud-Systeme ermöglichen eine einfache Synchronisation von Daten

Bislang installierten die Unternehmen vor allem Private Clouds, weil vielen die Nutzung über das öffentliche Internet zu unsicher schien. Das ändert sich jetzt. Das Jahr 2015 markiert den Durchbruch für Public Cloud Computing in der deutschen Wirtschaft.

Dr. Axel Pols, Geschäftsführer Bitkom Research 
5. Welche langfristigen Auswirkungen hat Cloud Computing?

„Cloud-First"-Strategie verspricht Zukunftssicherheit

Die Gründe, weshalb Unternehmen Cloud Services nutzen, sind vielfältig. Während Großunternehmen die Cloud als Plattform nutzen, um ihr Wachstum zu steigern, Wettbewerbsvorteile zu erzielen, neue Vertriebskanäle zu erschließen, mit Kunden effizienter zu interagieren oder Kosten zu senken, geht es bei kleineren Firmen oft darum, Projekte umzusetzen, die sich bisher nicht realisieren ließen. Beiden Anwendersegmenten gemein ist der Wunsch, Komplexität zu reduzieren und Prozesse zu vereinfachen.

Die Einführung von Cloud-Services hat tiefgrei­fen­de Aus­wirkun­gen auf das ge­samte Un­ternehmen. IT-Ab­teilun­gen müs­sen in im­mer stärke­rem Maße zum Cloud-Enabler wer­den, indem sie ent­spre­chen­de Ar­chitektu­ren planen, Tech­no­logi­en einfüh­ren und Services inte­grie­ren.

Die stei­gen­de Be­reitschaft auf Un­ternehmens­seite, sol­che Dienste in ihre Ge­schäftsmodel­le zu inte­grie­ren, fordert aber auch In­itiativen seitens der Cloud- Anbie­ter. Neue Ver­mark­tungs­kon­zepte und at­traktive Be­zugs­kon­di­tio­nen soll­ten dazu ebenso zäh­len wie die strikte Beach­tung der stren­gen deut­schen Daten­schutz­anforde­run­gen.


"Cloud Computing wird mittelfristig das De Facto-IT-Architekturmodell und technologische Framework für die digitale Transformation in allen Unternehmen."

Matthias Zacher, Senior Consultant und Projektleiter, IDC