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1. Warum spielt die Zugriffsgeschwindigkeit eine immer größere Rolle?

“In-Memory" statt "Out of Business"

Die enorme Geschwindigkeit, mit der Konsumenten auf neue, zu­neh­mend intelligente digitale Services zugreifen, setzt Unternehmen unter akuten Handlungsdruck. Im Zeitalter der Daten kann die schnelle Bereitstellung eines neuen Kundenservices ein wesentlicher Er­folgs­faktor sein. Hier bietet der gezielte Einsatz von schnellen Halb­leiter­speichern ein hohes Potenzial.

Wichtigster Vertreter dieser Lösungen ist die In-Memory-Datenbank HANA (High Performance Analytic Appliance) von SAP. Dabei handelt es sich um Datenbankmanagementsysteme, die zur Verarbeitung keine Festplatte, sondern den um ein Vielfaches schnelleren Arbeitsspeicher des Computers nutzen. SAP HANA kommt als offene Plattform schwer­punkt­mäßig bei der Analyse großer Datenmengen zum Einsatz. Aber auch bei der Nutzung von beispielsweiseWarenwirtschaftssystemen oder Kundenverwaltungslösungen kann der Rückgriff auf eine In-Memory-Lösung die Bearbeitungszeiten beschleunigen. Den gleichen Ansatz verfolgen Flash-Speicherlösungen und sogenannte Solid-State-Disks, die sich wie superschnelle Festplatten verhalten.


Die neue Art von IT-Infrastrukturen und Geschäftsmodellen, die der konsequente Einsatz von Flash-Technologien er­mög­licht, wird für zukunftsorientierte Unternehmen von strategischer Bedeutung sein.

Eric Burgener, Research Director, Storage Systems, IDC
2. Ist die Festplatte ein Auslaufmodell?

Im Kreis geht nichts vorwärts

Die digitale Transformation sorgt für einen Wandel bei Spei­cher­sys­te­men. Während sich die Leistungsfähigkeit von Prozessoren nach Untersuchungen von IBM in den ver­gang­enen zehn Jahren er­heb­lich verbesserte, stagniert der Performance-Zuwachs für traditionelle Festplatten. Flash Speicher gilt deshalb als erste Wahl, wenn es um die hohen Speicheranforderungen von Big Data Analytics, Software Defined Infrastructure oder dem Internet of Things geht. Darüber hinaus werden In-Memory-Systeme zunehmend zur be­vor­zug­ten Arbeitsplattform für alle Arten von ge­schäfts­kritischen Anwendungen. 

Die Vorteile liegen auf der Hand: Wesentlich höhere Per­formance, niedriger Stromverbrauch, kompaktere Bauweise und keine Betriebsgeräusche sind gewichtige Argumente für Halbleiterspeicherlösungen. Zudem können Flash-Systeme über integrierte Daten­manage­ment­funk­tionen große Datenmengen effizient komprimieren. Das heißt, der Speicherbedarf wird reduziert.

3. Wie sicher sind Halbleiterspeicher?

Den Kinderschuhen entwachsen

Es kommt selten vor, dass neue Technologien die bis dahin geltenden Regeln der IT komplett infrage stellen. Flash-Speicher sind eine solche Technologie: Magnetische und optische Spei­cher­medien wie Festplatten, Bandlaufwerke, DVD oder Blu-ray können trotz modernster Fertigungstechniken nicht mit der Zu­ver­lässig­keit der Halbleiter-basierten Flash-Systemen konkurrieren.

Die anfänglichen Bedenken bezüglich der Haltbarkeit haben sich als grundlos erwiesen. Da Flash-Speicher ohne mechanisch be­weg­liche Teile auskommen, sind sie weitestgehend resistent gegen Er­schüt­ter­ungen, eine der häufigsten Ausfallursachen traditioneller Speichersysteme. Auch der geringe En­ergie­ver­brauch und die dadurch reduzierte Wärmeentwicklung wirken sich positiv auf die Haltbarkeit aus.

In-Memory und Flash-Systeme werden zunehmend zur be­vor­zug­ten Arbeitsplattform für alle Arten von ge­schäfts­kritischen Anwendungen. 
4. Sind die hohen Kosten von Flash-Systemen gerechtfertigt?

Investieren, um zu sparen

Der Preisunterschied zwischen Halbleiterspeichern und Festplatten wird kontinuierlich kleiner. Der rapide Preisverfall von Flash-Medien in Kombination mit ihrer höheren Effizienz machen diese zunehmend attraktiv. Nicht nur in PCs oder mobilen End­ge­räten wie Notebooks oder Tablets kommen Halbleiterlaufwerke mit Flash-Technologie zum Einsatz, sie bilden in Form von Flash-Arrays auch immer häufiger eine wichtige Speicherkomponente in modernen Rechenzentrumsarchitekturen.

Das große Plus ist neben der hohen Zugriffsgeschwindigkeit die hohe Zuverlässigkeit. Durch Konsolidierung, Kostensenkung und bessere Leistungsmerkmale lässt sich das IT-Budget durch ein All-Flash-Rechenzentrum künftig um bis zu einem Drittel verringern und gleich­zeit­ig die Agilität der IT erhöhen.

Innovatoren setzen Flash am häufigsten ein und erzielen damit laut IDC auf vielen Gebieten bessere Ergebnisse. Allerdings fallen nur 16 Prozent der Unternehmen in diese Kategorie. Die Analysten empfehlen Un­ter­nehmen strukturiert vorzugehen, um Flash zu evaluieren und praktisch nutzen zu können. Als ersten Schritt sollten Firmen den Reifegrad prüfen, Best Practices verstehen und überlegen, wie sie vorhandene Speicher-Arrays um Flash ergänzen können. Danach sollte ein de­tail­lierter Migrationsplan erstellt werden.

5. Wie sieht die weitere Zukunft der Speichersysteme aus?

Gezielt beschleunigen statt ständig Vollgas

In kaum einem Segment schreitet die Ent­wick­lung so dynamisch voran wie bei Flash-Speicher. Die Leistung  herkömmlicher Fest­platten hat sich seit 2001 kaum ver­bes­sert, dagegen ist die Prozessorleistung exponentiell gestiegen und hat eine erhebliche Lücke zwischen Speicher- und Rechen­leis­tung her­vor­gerufen. Flash-Medien schließen diese Leistungslücke.

Flash-Speicherlösungen sind heute erste Wahl, wenn es darum geht, große Datenmengen im Umfeld von Big Data Analytics oder dem Internet of Things schnell und sicher zu ver­ar­beiten.

Flash-Speicherlösungen verfügen über in­di­viduelle Stärken in puncto Dateneingabe oder -ausgabe, Kapazität, Energieverbrauch und Kosteneffizienz. Da Flash-Medien und Fest­platten jeweils unterschiedlichen Be­dürf­nissen des Datacenter-Betreibers gerecht werden, ergänzen sie einander und werden in Form hierarchischer Speicherkonzepte noch lange nebeneinander bestehen.